Fachverband Psychologie für Arbeitssicherheit und Gesundheit e.V. Fachverband Psychologie für Arbeitssicherheit und Gesundheit e.V.

06.10.2019

Bericht aus dem Expertenkreis Sicherheit- und Gesundheitskultur

Regelmäßige Zusammenkünfte aus Mitgliedern des Expertenkreises, die sich über das ganze Bundesgebiet und Österreich erstrecken, sind nur im Zusammenhang mit anderen Großveranstaltungen (A+A, PASiG-Workshop usw.) möglich. Um dennoch konkrete Ergebnisse erarbeiten zu können, hat sich der Expertenkreis entschlossen eine regionale Kernarbeitsgruppe ins Leben zu rufen. Kann das Modell erfolgreich entwickelt werden, werden andere Regionen angeregt, ähnliches aufzubauen.

Wir sind Praktiker*innen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und Perspektiven. Wir sind tätig im Beratungskontext, arbeiten als Selbstständige oder als Sicherheits- und Gesundheits-Expert*innen in einem international aufgestellten Großunternehmen, einer Berufsgenossenschaft, einem Landesinstitut und einer Universität. Die Kernarbeitsgruppe trifft sich alle acht Wochen.

Regionale Interessenten, die an einer kontinuierlichen Mitwirkung interessiert sind melden sich bitte bei Gabriele Elke oder Reinhard Lenz. Für andere Expertenkreise, die an der Konzeption einer Regionalisierung interessiert sind gelten die gleichen Ansprechpartner.

Den Einstieg in die Arbeit der Kernarbeitsgruppe bildete der Austausch über verschiedene Sichtweisen, Konzepte und Arbeitsansätze, was eine SuG-Kultur bzw. eine gesunde Organisation ausmacht. Derzeit stehen Fragen der Kulturentwicklung und -förderung unter der Bedingung immer kürzer werdenden Veränderungszyklen im Fokus.

Mittlerweile liegen eine Vielzahl von Konzepten und empirischen Arbeiten zur Sicherheitskultur und Gesundheitskultur vor. Gleichzeitig sind noch viele Fragen offen. Der Expertenkreis hat sich auf der einen Seite vorgenommen, das vorliegende Knowhow aus Wissenschaft und Praxis zu bündeln, zu strukturieren und sich kritisch damit auseinandersetzen. Auf der anderen Seite geht es darum, auf dieser Grundlage dafür zu sorgen, dass das vorhandene fundierte Wissen besser für die Bewältigung von Fragen der Sicherheit und Gesundheit im Unternehmensalltag und im Kontext der Beratung durch das Aufsichtspersonal von Ländern und Unfallversicherungsträgern genutzt werden kann.

Die Ergebnisse unserer Arbeit wollen im Rahmen des nächsten PASIG-Workshops vorstellen und diskutieren. Geplant sind zwei Arbeitskreise zum „Dialog in der Kulturwerkstatt“ und natürlich ein Expertenkreistreffen mit allen Interessierten.

Darüber hinaus sind schwerpunktmäßige Artikel in Zeitschriften für die Praxis geplant.

Bericht von Gabriele Elke und Reinhard Lenz